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Stadt will bei NiWo Investitionen runterfahren 18.Juni 2008

Posted by nordstadt in NiWo sagt..., Rats-Feedback, Termine, Vermischtes.
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Hallo BI Niwo und Presse-BI, sowie sonstige BI-Interessierte,

während das teuer bezahlte Gutachten zum Sanierungsstau in städtischen Immobilien ohne Begründung von der Tagesordnung genommen wurde und seit April ohne Begründung unter Verschluß gehalten wird, liest man ganz Erstaunliches im neuen Geschäftsbericht 2007 der stadteigenen Nibelungen-Wohnbau:

Alarmierende Leerstände vor allem bei 3-Zimmerwohnungen der städtischen Nibelungen Wohnbau meldet die Geschäftsführung.

Zitat:
„Der Anteil des Wohnungsleerstandes unserer 3-Zimmer-Wohnungen am Gesamtleerstand
betrug zum Jahresende 2007 rund 58 %. „
(Bericht der Geschäftsführung 2007, S. 15)

Die Menschen sind infolge Arge-Richtlinien gezwungen, sich billigere und kleinere Wohnungen zu suchen.
Anstatt auf diese Realitäten durch Verzicht auf Teilmieten zu reagieren, dringt das Rathaus auf hohe Mieten, auf Rendite und betrachtet die Wohnungsgesellschaft weiterhin als Melk-Kuh:

- An die Stadt bzw. Stadtwerke „cash“ zu zahlen waren im Jahre 2007 10.048.000,00 € (also rd. 10 Mio.) über die Trickserei des „Ankaufs eigener Anteile“.
- Weitere 4,429 Mio.€ gehen der Niwo verloren, weil ihr vom Rathaus wegen zukünftiger Gewinnabführungen an die Stadt (über geplante Wohnungsverkäufe) eine Abgeltungssteuer ins Haus steht.

Diese 14,5 Mio.€ Mittelabfluss treffen die Niwo genau in dieser schwierigen Lage, wo dringend mehr Investitionen für Wohnungsanpassungen erforderlich wären.

Zitat:
„Überdurchschnittliche Leerstände mit Sanierungsbedarf im Altbaubestand bzw. Leerstände wegen rückläufiger Nachfrage im Wohnungsbestand der Weststadt erfordern in Zukunft höhere Investitionen zur Qualitätsverbesserung.“ (ebd. S. 32)

Die Vorgaben des Rathauses sind da rücksichtslos:
- Runterfahren der Investitionen für Instandhaltung und Modernisierung von 12,6 (2006) auf 11,8 Mio.€ im Jahre 2007, also um 800.000 €; für 2008 wird weiter runtergefahren auf nur noch 7,9 Mio.€ !

- Wohnungs-Verkäufe von rd. 160 Einheiten in 2006 und sogar 320 Wohnungen in 2007 zur Erlangung von 12 Mio.€ .

Folge dieser Politik:
Die Attraktivität des Niwo-Wohnungsbestandes sinkt weiter, ablesbar in steigender Fluktuationsrate (von 12,1% auf 15,9%) und Erhöhung der Leerstandsquote von 3,1% (2006) auf 3,3% in 2007.

Warum fährt das Rathaus solch eine – nicht nur unsoziale – sondern vor allem auch unkaufmännische Politik der eigenen Substanz-Schädigung ?
Soll niemand merken, daß die Stadt dringend auf jeden Cent angewiesen ist ?

Nach außen wird zeitgleich geprotzt, wieviel zusätzliche Millionen für das Spaßbad (Baukostensteigerung) oder für´s Stadion (darfs nicht noch etwas mehr und größer sein?) rausgehauen werden sollen; nur , die Protzerei hat eine Kehrseite.

85% ihres Vermögens hat die Stadt bereits durch diese Art „Haushaltswunder“ Politik seit 2001 verspielt.

Wer die Zeche letztlich bezahlen soll, kann man an der städtischen Wohnungspolitik ablesen, die Mieter, die Kinder, die Arbeitslosen, alle die eine solide, preisgünstige Wohnung dringlich benötigten.
Mehr und zur Diskussion im BIBS-Forum unter http://bibs.kostenloses-forum.tk/bibs-post-855.html#855
und Homepage der Niwo BI http://niwo4bs.wordpress.com/about/ .

Die Niwo Initiative trifft sich zur Beratung der Papiere am nächsten Mittwoch, 25.6.2008 um 19.30 h im Olympia Vereinsheim, Bienroder Weg.

Viele Grüße
Peter

(aus Email zeitnah ins Web gestellt von Nicolas Arndt, dem Webmaster dieser Site, dazu noch im Bezirksrat Nordstadt für die Linke. BS – visit http://nordstadt.wordpress.com- bissig, gemein, verwerflich ;-)

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